Interviews + Podcasts

Marcus Mitter, Gründer von 360-up, in Interviews

Kö-Bogen | Düsseldorf

Street View Made in Germany, Interview

Marcus Mitter, Gründer von 360-up, im Interview von Digitale Kohle

Gespräch über die Evolution von 360°-Medien von 2010 bis 2020

Gespräch über die Alleinstellungsmerkmale der 360°-Medien von 360-up im Jahr 2020

Stefan: Wir waren zusammen bei …

Christian: … Marcus Mitter! Der ist in Düsseldorf, dort hat er sein Unternehmen 360-up. Marcus beschäftigt sich mit Rund-um-Fotografie, 3D, Panorama-Aufnahmen, aber das kann er ja jetzt selber erzählen.

Stefan: Und das kann er ganz gut. Hört einfach mal zu.

Christian: Ja, viel Spaß mit Marcus Mitter.

Stefan: Wir haben heute den 16. Juli und es ist kurz nach 14:30 Uhr. Normalerweise sagen wir das nicht, weil das in Podcasts keine große Rolle spielt aber genau vor 50 Jahren haben die Menschen in Amerika in den Himmel geguckt und haben verfolgt wie die Apollo 11 Rakete zum Mond geflogen ist. Da fing damals die Zukunft an und die hatten an Bord auch, glaube ich, eine Hasselblad-Kamera mit der sie dann sagenhafte Bilder von der Erde gemacht haben.

Inzwischen haben wir uns eigentlich an diesen Blick von oben gewöhnt und kennen tausende von Satellitenbildern und Google Maps, mit der Satellitenansicht, gehört zum Alltag. Interessanter ist es wieder geworden die Dinge aus der näheren Nähe zu sehen und damit beschäftigt sich der Marcus Mitter den wir heute besuchen. Er hat die Firma 360-up gegründet im Jahr 2012 und beschäftigte sich damit. Marcus, was machst du genau?

Marcus: Ja, gestartet sind wir an sich mit dem Projekt Luxusimmobilien zu visualisieren um freistehende Häuser in der Umgebung zu zeigen, Hotspot auf die Tür und dann rein im virtuellen Rundgang. Das war leider nicht von Erfolg gekrönt und dann habe ich im Jahr drauf, 2013, ein Projekt ins Leben gerufen, eine Gigapixel Panorama Tour vom Mittelrhein bis zum Niederrhein zu produzieren.

Ich bin in Krefeld geboren habe in Bonn gegründet und heraus kam, aufgrund einer Initiative der IHK zu Köln, die bis zum Niederrhein Verantwortung trägt, ein virtueller Gigapixel-Panorama-Rundgang. Der startet auf dem Hochhausdach des Stadthauses in Bonn, das fieseste Gebäude, also ist es nicht drauf. Man kann reinzoomen auf den Drachenfels, man kann den Blick schwenken in Richtung Köln, reinzoomen, sieht die Skyline von Köln, steht plötzlich auf dem höchsten Bürogebäude NRWs, auf dem KölnTurm im Mediapark, kann sich durch die Stadt Köln durchzoomen, weiter schwenken in die verbotene Stadt, wo ich dann lange mit meinem Büros unterwegs war bis heute, Düsseldorf, digitale Hauptstadt.

Da standen wir mit unserem Hochstativ auf dem Hyatt im Medienhafen, das ist das größte Giga-Pano geworden. Da kann man also letztendlich bis aufs Bayerkreuz nach Krefeld-Uerdingen reinzoomen, formatfüllend, und steht dann noch mal auf dem Dach der historischen Weinbrennerei Dujardin, schwenkt den Blick und ist dann in einer Panorama-Postkarte und schaut nach Duisburg rüber, über den Rhein, und kann gucken wo der Trecker vom Bauern lang fährt.

Stefan: Du hast dein Geschäft jetzt in Düsseldorf, deshalb hängt hier an deiner Wand auch das Panorama von Düsseldorf, was schon beachtlich groß ist mit, ich würde mal sagen, 5 Meter? 4 Meter sind das ungefähr? Von hinten beleuchtet?

Marcus: Ja, es ist Museumsqualität hintergrundbeleuchtet, das kriegen wir auf diese Fläche nur in 3 Meter Länge.

Stefan: Das ist schon beeindruckend aber man sieht natürlich überhaupt keine Details, aber das Bild kenne ich ja auch von deiner Webseite, da kann man sich richtig reinzoomen und da sieht man plötzlich am anderen Strand irgendwelche Menschen mit Hund vorbeigehen.

Marcus: Das ist Bestandteil dieser Gigapixel-Panorama-Tour, die ich gerade beschrieben hatte. Die findet man einfach indem man online Gigapixel-Panorama Düsseldorf oder Köln oder Bonn googelt. Und dann geht es über die Karte rüber und das Stichwort Multi-Resolution führt dazu, dass man wirklich tief in die Gebäude und in die Stadt reinschauen kann. Das ist übrigens die größte Bilddatei Düsseldorfs und wir sprechen über eine, naja, über eine Darstellung kurz vor unter Tilt von Photoshop, seinerzeit. Die Bilddatei, gestitched, besteht aus 530 Vollformat-Einzelbildern mit einer bestimmten Überlappung um wieder Ankerpunkte zu finden. Und die 530 Vollformat-Einzelbilder sind heute in Summe, aus Erinnerung, 220.000 Pixel Breite mal 30.000 Pixel Höhe. Bei einer Bildschirmauflösung von 72dpi entspricht das ungefähr 80 x 10 Metern. Wenn ich jetzt das Ding über eine Arena in Düsseldorf wickeln wollte, würde das gehen, weil wir nicht so eine hohe Auflösung brauchen. Also das ist das größte Bild von Düsseldorf was es heute gibt.

Stefan: Gibt es da kommerzielle Anwendungen schon für oder ist das jetzt erstmal euer Vorzeigeprojekt?

Marcus: Ja, in Düsseldorf bin ich leider nicht zum Schuss gekommen. Es läuft aber das Köln-Panorama, als sogenannte Digital Signage Anwendung, im Empfang des KölnTurms, das höchste Bürogebäude Kölns und in NRW, wo wir oben auf dem Dach waren, 150 m Höhe. Heute laufen dort täglich 400 Menschen, die da im Anzug drin arbeiten, rein und haben den Blick aus der luftigen Höhe von 150 m, also genau die Höhe des Kölner Doms.

Stefan: Du bist also 2012 damit gestartet und bist ja auch ungefähr in unserem Alter, das heißt du hast auch ein Vorleben. Kommst du aus der Fotografie oder was hast du vorher gemacht?

Marcus: Ja ich bin Baujahr 65, in Krefeld geboren, und habe mich im Gymnasium schon lange mit dem Kunstlehrer rumgepöbelt, weil der seine Gipsstatuen in der alten Dunkelkammer gelagert hatte. Die habe ich dann rausbekommen und wir haben die Foto-AG aufgemacht, das heißt wir haben ja noch Schwarz-Weiß-Fotos durch den Tee gezogen.

Das habe ich gemacht war dann aber beruflich anders unterwegs; ich bin dann ausgewandert, habe in Frankreich studiert und bin in meinem vorherigen Leben, das dann 2010 nach der Wirtschaftskrise geendet ist, 20-25 Jahre nach dem Studium in Frankreich, als Businesskasper, Vertriebsleiter, Produktmanager durch die Welt gejettet, immer dahin wo keiner hinwollte. Was heißt, ich bin ein sehr schwer Auslandsaffiner Mensch gewesen.

Christian: Angenommen ich wollte jetzt einen Panorama-Rundgang meines Unternehmens auf die Webseite bringen, wie würde das funktionieren?

Marcus: Die günstige Fassung heute ist, ich zähle aufgrund der Gigapixel-Panorama-Tour, die also auch durch die Medien verteilt worden ist, zu einem berühmt-berüchtigten Panorama-Fotografen hier in der Republik, weil Google mich akquiriert hat. Ich zählte zu der ersten Handvoll Spezialisten, die nach Training und Schulung und bestandener Prüfung das Recht hatten, in einer bestimmten Qualität unter Google Richtlinien in die Google MyBusiness-Brancheneinträge, also in Google Maps, direkt, mit Street-View-Technologie, einen virtuellen Rundgang einzubinden.

Das heißt, wenn man heute etwas googelt, auf dem Handy oder auf dem Desktop, sieht man ja den Google Brancheneintrag, Stichwort Google MyBusiness, da kann man auf die Fotos klicken oder auf den Maps-Frame und wenn man über Maps reingeht und einen Rundgang von uns hat, mit Street-View-Technik, dann kann man oben links in die Ecke klicken, da ist so ein kleines Brotkrumen-Menü und da steht dann „Bild teilen oder einbetten“ und über den I-frame-Embed-Code kannst du dann direkt auf deine eigene Webseite den virtuellen Rundgang, mit dem Startbildschirm und dem Blickwinkel den du haben willst, auf deine Webseite kriegen.

Das heißt wir sprechen über zweifache Suchmaschinenoptimierung. Einerseits führen heute nur noch knapp 50% aller Google Suchanfragen auf eine Webseite. Das wiederum heißt, der Google MyBusiness Brancheneintrag ist wichtig, und das da wieder reinbauen ist einfach rattenscharf und noch wichtiger. Wenn man das dann hat, kann man das über diesen I-frame-Embed-Code, also über das Einbetten, noch zusätzlich auf die eigene Webseite kriegen. Dann ist die eigene Webseite verbunden mit einer Maps-URL und die Google Bots die gehen ja nicht über ihren eigenen Kram und werden sagen das ist besonders schlecht. Das heißt das ist ein Rankingfaktor. Das also das ist die günstigste Lösung.

Die coolere Lösung für Endverbraucher und für Nutzer auf deiner Webseite ist unser Content-Management-System für virtuelle Rundgänge, weil wir da nicht nur durch hops, hops, hops, hops, x Street View Sprünge vom Eingang bis ins letzte Ende deines Büros laufen und der Nutzer vorher nicht weiß wo er endet, sondern wir legen mit einem Overlay eine Ebene darüber, mit der Möglichkeit einer Navigation und mit Zusatzinformationen.

Das heißt wir können jetzt sagen: hier ist dein Büro, da ist der Eingangsbereich, da ist das und das und da ist der Konferenzraum und dann kann ich noch da und dahin. Jetzt übertrag das mal in ein Hotel; da kannst du dir direkt überlegen, ob du dir die Bar angucken willst, das Leisure-Center oder die Royal Suite. Das ist unser tägliches Geschäft und mit unserem Content-Management-System ist es zusätzlich möglich im Backend sogenannte SEO-Snippets zu verbauen. Das ist das was die Google Krake frisst und du im Suchergebnis siehst. Also der Titel und die Beschreibung. Und das kannst du in 190 Sprachen machen.

Da heißt damit kannst du halbautomatisiert so viel Futter zu der Google Krake geben, dass die Auffindbarkeit gegeben ist und wenn dann dieser Rundgang auf deiner Webseite ist, wird die natürlich viel besser getrackt und gefunden. Der Hammer ist, diese SEO-Snippets kannst du auch noch zeitsteuern. Das heißt du kannst auch halbautomatisiert der Krake sagen, ich nehme mal ein Beispiel aus dem Frühjahr, bis Ostern haben wir was mit Lämmern, dann läuft das zu Ostern automatisch raus und kurz vom Herbst fängst du an mit Wildgerichten.

Das heißt du kannst automatisiert den Google Bot so viel Futter geben, dass deine Webseite dann auch hervorragend rankt. Und plötzlich sprechen wir gar nicht mehr über schöne Bilder oder Interaktivität, sondern über Suchmaschinenoptimierung.

Dazu kommt mit unserem CMS, wir können getrennte Navigation für VR-Anwendungen verbauen. Das heißt du kannst dann einen virtuellen Rundgang dann nicht wie bei Google mit den Google Rundgängen in Anführungsstrichen „nur“ auf deine Webseite einbetten, du kannst mit unserem Content-Management-System auf die Taucherbrille klicken, also auf das Cardboard, die VR-Brille, und kommst in ein sogenanntes Web-VR-View. Kannst dir für 15 € so eine Google Cardboard Brille kaufen und kannst dann, innerhalb der Virtual Reality Experience, an die Decke gucken und hast da schon wieder Navigation und kannst schon wieder in die Royal Suite oder ins Leisure Center vom Hotel flitzen, direkt.

Ein schönes Beispiel was wir vor zwei Jahren gemacht haben, sind 25 Bavaria Yachten auf der boot in Düsseldorf. Und da kann jetzt jeder Nutzer in allen Sprachen selber gucken, ob er sich die schönste oder die billigste oder die tollste Motoryacht oder Segelyacht als erstes anguckt. Das macht uns Menschen Spaß, weil es ludisch ist, unser Spieltrieb wird angetriggert. Das heißt, die Medien die wir produzieren, führen dazu, dass der Mensch der das nutzt sich das merkt, weil es interaktiv ist, einerseits, andererseits merkt er sich das, weil es einfach Spaß macht.

Christian: Das hört sich ja sehr spannend an. Wenn du sagst euer Content-Management-System, ist das Software-as-a-Service? Wie komme ich daran? Wie kann ich das für mich nutzen?

Marcus: Wir machen bei 360-up heute folgendes: wir möchten nur end-to-end Lösungen ausliefern. Du buchst uns, wir erstellen einen virtuellen Rundgang, also die Panoramen, machen die in einer super geilen Qualität, da geht es um Belichtungsreihen um Vollformatsensoren, um Profitechnik, um Nodalpunkt-Adapter, also lauter Technik, damit das weitaus besser wird, als wenn du das mit deinem Handy machst.

Diese Panoramen laden wir rein. Wir bauen die Basis-Navigation, dann haben wir als Option, das entweder nur als Google-Rundgang zu machen oder in unser CMS zu laden, je nachdem, was du haben möchtest. Und je nach Couleur des Kunden bauen wir das im Namen des Kunden, wenn wir wissen, was wir verbauen sollen. Also ich sag nochmal das Hotelbeispiel, die Royal Suite und das simple Standardzimmer. Oder, wir schulen unsere Kunden, damit die als SEO im Backend selbst das machen können, was ich gerade beschrieben habe. Also das ganze Ding von hinten so nachzubefeuern, dass die Auffindbarkeit permanent gegeben ist. Wir können die Schlüsselberechtigung vergeben, nach Schulung, wir möchten aber den Workflow sicherstellen, dass nur der Kram aus unserem Hause online und offline verfügbar ist.

Stefan: Ansonsten haben wir ja noch immer die zweite Hälfte von einem Beitrag der hier auch ganz aus der Region ist. Wieder mal hier direkt aus Düsseldorf; das ist das Interview mit Marcus Mitter, mit dem Fotografen und 3D-Spezialisten, Riesenbild-Spezialisten. Er hat ja schon in der letzten offiziellen Folge einiges erzählt und heute kommt der Rest dazu.

Christian: Tolle Applikation, lass uns mal reinhören.

Stefan: Zurück zum zweiten Teilinterview mit Marcus Mitter, Düsseldorfer, 360°-Filmer und auch sonst innovativer Kopf was die Umsetzung von virtuellen Ideen angeht.

Christian: Marcus, du hast uns vor der Pause erzählt, dass ihr einen eigenes CMS habt mit dem ihr diese Sachen ja dann auch eigentlich erst in der Form darstellt, die es dann wirklich gut nutzbar machen für die Besucher. An welche Zielgruppe denkt ihr denn da? Ist das schon etwas für den Arzt oder muss ich da schon ein großes Hotel betreiben damit ich deine Kosten überhaupt wieder reinbekomme?

Marcus: Der Return-on-Invest mit unseren virtuellen Rundgängen der hängt natürlich ein bisschen von der Branche ab. Aber an sich haben wir auch Kunden um die Kö herum in Düsseldorf, der plastische Chirurg, wir reden auch nicht über Unsummen. Das CMS haben wir eingesetzt, vor Jahren schon, in der vorherigen Fassung, das wird permanent weitergeschrieben, entwickelt von einem Freund von mir.

Für die Uniklinik Düsseldorf, damit kannst du durch die operative Ambulanz, die Operative Medizin und durch ein zweites Zentrum, das ZOM II laufen. Da haben wir einfach die Navigation mit reingesetzt und Zusatzinformation, das ging in der Kantine bis zur Erbsensuppe im PDF.

Die Großen können es, die Kleinen können es.

Ein schönes Projekt was wir dieses Jahr umgesetzt haben ist im Andreas Quartier in der Nähe der Ratinger Straße in der Düsseldorfer Altstadt ein Rundgang durch das Hyatt House, also nicht das Hyatt Medienhafen, sondern das neue Hyatt. Das Hyatt House auf der Ratinger Straße ist ja erst vor kurzem eröffnet worden. Da wird unser virtueller Rundgang mit dem CMS in zwei Sprachen eingesetzt, direkt über die Webseite.

Das heißt ein Interessent sucht das Hyatt House online, findet den Google MyBusiness-Brancheneintrag, geht auf die Webseite, kann direkt oben im Slider, unter Fotos und Videos auf den Button klicken und steht im Slider im ersten Slide dann direkt über I-frame-Embed direkt in dem Rundgang drin und kann dadurch. Das ist schon rattenscharf, und wir tracken im Backend wie das Nutzerverhalten ist, und das legal.

Christian: Auf welcher technischen Basis ist das System gebaut? Du sagtest gerade dein Kompagnon baut selber.

Marcus: Das ist handgeschrieben von Scrap. Also das Ding ist über Jahre gewachsen.

Stefan: Wieviel Projekte habt denn insgesamt schon gemacht?

Marcus: Ach, da müsste ich heute auf über Hundert kommen. Das heißt, die erste Fassung war, historisch, dass wir unsere Google Rundgänge genommen haben und hatten die im Hintergrund und dann hat man das Overlay darübergelegt. Aufgrund der Tatsache, dass Google manchmal auch ein wenig unvorhersehbar ist, was die APIs und die Schnittstellen angeht, haben wir das zu Grabe getragen und machen das jetzt seit zwei Jahren ausschließlich und nehmen wir unsere Panoramen, schmeißen die noch mal in das Content-Management-System rein, also komplett Google-frei, aus bestimmten Gründen, auch was die Kosten für die Nutzung der APIs angeht, und bauen das Ding noch mal komplett neutral, aber manchmal auch mit Hotspot-Navigation, wie gerade schon gesehen, mit den Google Street View Pfeilen, damit der Nutzer weiß, wie es geht. Wir können aber auch eigene Hotspot Grafiken hochladen.

Dadurch, dass wir nicht mehr von Google abhängig sind, bei dem CMS, können wir heute auch die Virtual Reality Experiences anbieten, also über Web-VR, dass man das auf einer günstigen VR-Brille nutzen kann, also an die Decke guckt und irgendwo hin navigiert. Das macht schon einfach sehr viel Spaß.

Und das Ganze können wir seit kurzem offline anbieten und zwar so nutzerfreundlich, durch vier Apps von 360-up die wir in den Stores von Windows, von Mac, IOS und in den Android Store veröffentlicht haben und wir verkaufen unseren Kunden die Generierung eines Key-Codes, eines Schlüssels. Wenn der Kunde uns den Schlüssel abkauft, dann kann er den verteilen wohin er will, an seine Kunden. Und die schmeißen den über unsere App oder über eine White-Label-Lösung des Kunden in seiner eigenen App, kann der Endnutzer, der sich den Rundgang angucken möchte, damit also auch die Chance den Rundgang offline zu nutzen.

Auch da wo es sonst immer nicht gegangen ist, historisch.

Stefan: Sowas wie eine progressive Web App für VR Rundgänge! Du hast uns eben gezeigt, bei einem VR-Rundgang ist per Hotspot plötzlich ein Video angefangen zu laufen, was war das genau?

Marcus: Wir können in dem CMS mehrere Dinge verbauen. Das eine ist die Mehrsprachigkeit. Wir können Navigation verbauen, das heißt wir kommen direkt dahin wo mich etwas interessiert. Wir können Verlinkung nach extern verbauen so lange wir nur online bleiben. Wenn wir offline bauen, können wir auch andere Dinge verbauen die wir direkt in das Tool reinladen. Das heißt wir ziehen uns dann jetzt nicht einen I-frame-Embed zu einem YouTube Video zum Beispiel, sondern wir laden direkt das Video in das Tool rein. Das heißt wir bauen ein bisschen unterschiedlich für offline oder online.

Aber durch die Infoboxen und die Hotspots die wir verbauen, können wir Zusatzinformation da reinsetzen wo wir wollen und auch wieder zeitsteuern. Das heißt wir können das ganze Web in den virtuellen Rundgang reinsetzen. Das heißt im Backend geht man jetzt als einer der jetzt was Schönes Digitales baut, in Code-View und können uns dann Code in eine Infobox reinsetzen.

Und wir können Infoboxen reinbauen wo wir wollen und so viele wie wir wollen. Das heißt wir können jetzt Richtung Gamification nicht nur irgendwo durchlaufen, sondern wir können so viele Zusatzinformationen und Soundfiles und so weiter und sofort einbauen wie wir nur wollen. Das heißt damit stellen wir sicher, durch einen gut gemachten Rundgang, dass wir einerseits Storytelling machen können, und wir stellen sicher, dass die Leute das super lange nutzen und wenn das dann auf deiner Webseite ist, hast du wieder SEO-Optimierung.

Christian: Nochmal zu Gamification und Hotspots. Angenommen ich hätte jetzt einen Hotel-Rundgang, könnte ich dann als Hotelbetreiber auch sagen „Finde den Elchkopf und dann kriegst du ein Rabattcode für eine Nacht 10% günstiger“? Wäre das möglich?

Marcus: Überhaupt kein Problem. Das haben wir schon vor Jahren als unique selling proposition für den eben genannten Steigenberger gemacht. Wir sind zum Steigenberger rein und haben gesagt können dir einen Rundgang bauen wo du die Leute direkt im hauseigenen Buchungssystem abholst? Das hat gefunkt.

Deswegen haben die das gemacht. Und wir bauen gerade weitere Hotel-Rundgänge wo du dann direkt in der Royal Suite, wie im Standardzimmer, irgendwo landest und direkt im hauseigenen Buchungssystem diese Zimmer wählen kannst.

Also, Rabattcodes und so weiter und sofort, alles überhaupt kein Thema. Wie gesagt, in einer Onlinefassung kriegen wir das ganze Web da rein, in einer Offline-Fassung können wir PDFs hochladen, und, und, und.

Stefan: Kommen wir mal aus dem Hotel raus auf die Straße. Auf deiner Webseite gibt es einen Film da läufst du mit so einer 3D-Cam auf dem Rucksack über die Kö. Was hat es damit auf sich?

Marcus: Ja das ist, ja das sind, in einem, zwei unserer letzten neuen neuentwickelten Geschäftsbereiche. Das eine Thema ist 360°-Video, aber in gut gemacht. Das heißt wir produzieren heute mit 8K Auflösung. Mit uns kann man, konnte man, auf der diesjährigen ITB in Berlin, der Internationalen Tourismusbörse, auf ein Fahrrad steigen, bekam unsere VR-Brille aufgesetzt und konnte offline in einem 360°-Video entlang der Route der Industriekultur an ein paar coolen Hotspots entlang der Ruhr auf den Fahrradwegen, Fahrrad fahren. Und das mit dem Popo auf dem Sattel in Berlin.

Also, 360°-Video ist das große Thema. Wir haben die nächsten Projekte im Tourismus laufen. Ich trigger als Produktmanager und als Gründer mit der Nase im Wind, gerade das nächste heiße Ding an. Ich kann aber noch nichts zeigen, wir suchen gerade nach einem zahlenden Kunden.

Virtuelle Rundgänge, mit einem anderen CMS, wo wir durch Videosequenzen navigieren.

Stefan: Wieweit ist da die Echtzeitübertragung? Also wie gut ist die Bildqualität in Echtzeit?

Marcus: Es ist halbseiden. Deswegen spielen wir die Videos gerne auf unsere hauseigene VR-Brille auf. Da ist alles drin, also auch das Handy, wenn man so will. Also hochauflösende Screens, wir können inzwischen bis 4K pro Auge!

Und wir stellen das Ganze so bereit, das Ding wiegt 260 Gramm, kann also jeder Handelsvertreter im Koffer haben. Man muss nur noch auf den Einschalter klicken, am Kaffee dippen, die Brille bootet hoch, und wenn der Sound losgeht, geht der Spaß los.

Auf unserer Webseite haben wir nur die halbseidene Lösung im Moment gefunden, dass wir das über einen Bezahldienst, über Vimeo, machen, und Dienste wie Facebook, YouTube oder Vimeo, also Social-Media-Kanäle, da steckt so viel Intelligenz hinter das abgelesen wird wie die Datenverbindung deines Handys im Funkloch ist und je nachdem wie es ist siehst du halt nur noch Schnee oder es ist rattenscharf bis 4K. Aber wir produzieren grundsätzlich die Basis-mp4-Files im 360°-Videoformat in 8K Auflösung rundum, weil unsere Kunden das auch gerne mal auf einen geliehenen großen Touchscreen-Monitor auf einer Messe in hochauflösend einsetzen wollen.

Stefan: Aber Standard-Nutzer werden wahrscheinlich weiterhin das Smartphone benutzen mit einer entsprechenden Aufklappbrille, oder setzen sich die VR-Brillen außerhalb der Gaming Szene allmählich durch?

Marcus: Du brauchst eine gute Leitung und du brauchst einen guten Screen. Schon Google hat vor gefühlten drei Jahren, als die das noch ein bisschen gehypter hatten, bestimmte Standards festgelegt; was zum Beispiel den Drehsensor in deinem Smartphone angeht, damit das Bild nicht mitschmiert. Also wenn man mit moderner Technik unterwegs ist, ist alles gut, heute. Mit einem Nokia-Knochen geht’s natürlich nicht. Also, Software updaten, gute Screens, ich arbeite persönlich, weil ich so Google-affin bin, mit dem Google Pixel.

Ich habe drei Jahre lang mit angucken müssen wie es am Ende dann nicht gut gegangen ist, online, in Deutschland. Wir haben halt durch die 360-up Apps unsere CMS-Rundgänge in der Offline-Fassung seit Kurzem, damit es auf deinem Gerät gut geht. Also dein Handy braucht nur einen guten Prozessor und eine gute Auflösung. Geht auch auf dem iPad, natürlich, und was wir jetzt machen mit den Videos wir stellen die halt gerne mit der „Einschaltknopf-lauf-los-Lösung“ auf unsere hauseigene Brille.

Stefan: Ja, damit sind wir ja jetzt ziemlich der Zukunft angekommen und im nächsten Jahr, um nochmal den Bogen zum Anfang zu schließen, wird Elon Musk wahrscheinlich einmal  um den Mond rumfliegen und will das Ganze auch eine Woche lang mit einem 3D-Projekt begleiten was man sich dann eben über die Virtual-Reality-Brille anschauen kann, realistisch?

Marcus: Absolut, also selbst bei uns auf der Webseite kannst du schon in einem 3D-Scan mit Datenpunktewolke durch ein Raumschiff fliegen das in Düsseldorf steht.

Stefan: Vielen Dank, soweit Marcus Mitter von 360-up in Düsseldorf.